Rasuwa und Nuwakot in Not – ein dringender Spendenaufruf für die Flutopfer in Nepal

 

Veröffentlicht am 01. September 2026

Ein Bericht unserer lokalen Partnerorganisation ADWAN:

Am 29. August, kurz nach fünf Uhr morgens, brach unser Team aus Kathmandu auf. Im Gepäck: dringend benötigte Hilfsgüter für die Menschen in Betrawoti, Rasuwa, die kurz zuvor von verheerenden Überschwemmungen getroffen worden waren. Zwei Tage später, am 31. August, folgte eine weitere Fahrt nach Belkotgadhi im Distrikt Nuwakot. Beide Male war der Himmel dunkel, das Wetter unberechenbar, die Straßen kaum befahrbar. Nach fast sieben Stunden mühsamer Fahrt erreichte das Team die betroffenen Gebiete – und was sie dort sahen, lässt sich kaum in Worte fassen.

Wenn das Wasser weicht, bleibt die Verwüstung

Kinder helfen beim abladen der Nothilfsgüter in Betrawoti

Die Ufer des Flusses Betrawati tragen die Narben der Zerstörung. Häuser wurden weggerissen oder schwer beschädigt. Existenzen sind von einem Tag auf den anderen verschwunden. Familien wurden auseinandergerissen. Überall Menschen, die um Angehörige trauern, ihr Zuhause verloren haben oder alles, was sie sich über Jahrzehnte aufgebaut hatten. Manches Leid lässt sich nicht erklären – man kann es nur bezeugen und mitfühlen.

Vor Ort übergab das Team die mitgebrachten Hilfsgüter im Shelter von Bhimsensthan, in Anwesenheit lokaler Vertreter:innen und der Polizei. Eine kleine Geste, aber eine, die zählt: Eine Mahlzeit gibt Kraft. Medikamente verhindern weiteres Leid. Kleidung gibt ein Stück Würde zurück. Und eine helfende Hand zeigt einer trauernden Familie, dass sie nicht vergessen ist.

Die Nacht danach

Zurück in Kathmandu, blieben die Herzen des Teams in Rasuwa und Nuwakot. Der Schlaf fiel schwer. Immer wieder dieselben Bilder: das verwüstete Flussufer, die zerstörten Häuser, die trauernden Familien, die erschöpften, ängstlichen Gesichter. Und immer wieder dieselbe Frage: Wie sollen diese Familien ihr Leben wieder aufbauen? Wie sollen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, kurz vor den großen Festtagen ein Dach über dem Kopf finden? Wie sollen Eltern ihre Kinder ernähren, wenn ihre Existenzgrundlage weggespült wurde? Und vor allem: Wer steht diesen Familien noch bei, wenn die Kameras längst abgezogen sind und die öffentliche Aufmerksamkeit verblasst?

Dies ist für uns alle eine zutiefst erschütternde und bedrückende Situation. Auch wenn ADWAN derzeit keine Projekte in den von der Flut betroffenen Gebieten durchführt, hat uns die Lage vor Ort emotional wie menschlich zutiefst berührt und erschüttert.

Ich habe mit unserem Team die Orte Betrawoti in Rasuwa und Belkotgadhi in Nuwakot besucht, um den betroffenen Familien dringend benötigte Unterstützung zu bringen. Wir verteilten Nahrungsmittel, Medikamente, Hygiene- und Sanitärartikel, Kleidung, Kochutensilien, Kochgas und Gasflaschen, Solarlampen, Schlafsäcke und weitere lebenswichtige Güter.

Was wir vor Ort erlebt haben, war überaus schmerzhaft und lässt sich kaum in Worte fassen. Ich kehrte mit schwerem Herzen und Tränen in den Augen zurück, tief berührt von dem Leid, den Verlusten und der Ungewissheit, mit denen die betroffenen Menschen konfrontiert sind.

— Kamal Pariyar, ADWAN Nepal

ADWAN Team, Nothilfe in Belkotgadhi

Mehr als eine akute Nothilfe

Eine Katastrophe endet nicht, wenn das Wasser zurückgeht. Für die betroffenen Familien geht die Krise weiter. Sie brauchen Nahrung und sauberes Trinkwasser, Medikamente und medizinische Grundversorgung, Kleidung, Decken und ein sicheres Dach über dem Kopf, sanitäre Einrichtungen und Schutz, psychosoziale Unterstützung, Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Existenzgrundlage – und vor allem langfristige Unterstützung beim Wiederaufbau ihrer Häuser, ihrer Gemeinschaften und ihrer Zukunft. Die Nothilfe ist nur der erste Schritt. Die eigentliche Aufgabe beginnt danach: Familien auf dem Weg vom bloßen Überleben zur Erholung – und von der Erholung zu einer würdevollen, krisenfesten Zukunft zu begleiten.

Jetzt ist Deine Unterstützung gefragt

Mädchen mit Nothilfsgütern in Betrawoti

Wir wenden uns an alle, denen das Schicksal der Menschen in Rasuwa und Nuwakot nicht gleichgültig ist. Deine Spende hilft dabei, Nahrungsmittel und Haushaltsgegenstände, sauberes Trinkwasser, Medikamente, provisorische Unterkünfte, Kleidung und Hygieneartikel bereitzustellen – und besonders Frauen, Kinder und ältere Menschen zu schützen, die von der Katastrophe am härtesten getroffen wurden. Jeder Beitrag zählt, ganz gleich wie groß oder klein.

Und wer selbst nicht spenden kann, kann trotzdem etwas tun: diesen Aufruf teilen, Aufmerksamkeit schaffen, betroffene Gemeinschaften mit helfenden Organisationen in Verbindung bringen. Damit die Menschen in Rasuwa und Nuwakot nicht vergessen werden, wenn die erste Welle der Anteilnahme verebbt.

Lass uns gemeinsam Menschlichkeit zeigen. Hoffnung schenken. Würde bewahren. Leben retten. Und Familien beim Wiederaufbau helfen.

Deine Spende hilft Menschen, die in Nepal von der Flutkatastrophe betroffen sind. Viele haben alles verloren und müssen ihr Leben neu aufbauen.


 
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