Aktuelle Veranstaltungen

 

Was hat Wassermangel in Indien mit Gewalt gegen Frauen zu tun?

What does the water crisis in India have to do with violence against women?

Veranstalter: Karuna Deutschland e.V. und Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V.

Online-Veranstaltung
Dienstag, 7. Dezember 2021, 18.00 Uhr, Dauer: 1,5 Stunden
Teilnahme kostenlosAnmeldung erforderlich

Deutschsprachiges Plakat der UN-Aktion „Orange the World“
„Stopp Gewalt gegen Frauen“ – so lautet der Aufruf auf dem deutschsprachigen Plakat der UN-Aktion „Orange the World“

Online-Veranstaltung
Dienstag, 7. Dezember 2021, 18.00 Uhr, Dauer: 1,5 Stunden
Teilnahme kostenlosAnmeldung erforderlich

Deutschsprachiges Plakat der UN-Aktion „Orange the World“
„Stopp Gewalt gegen Frauen“ – so lautet der Aufruf auf dem deutschsprachigen Plakat der UN-Aktion „Orange the World“

Online-Veranstaltung

Dienstag, 7. Dezember 2021, 18.00 Uhr, Dauer: 1,5 Stunden
Teilnahme kostenlosAnmeldung erforderlich

Deutschsprachiges Plakat der UN-Aktion „Orange the World“
„Stopp Gewalt gegen Frauen“ – so lautet der Aufruf auf dem deutschsprachigen Plakat der UN-Aktion „Orange the World“

Die UN ruft auch dieses Jahr zur Kampagne „Orange the World: Stopp Gewalt gegen Frauen. Jetzt“ auf. Wir beteiligen uns sowohl über das Maitri-Netzwerk in Indien als auch in Deutschland. Dafür haben wir drei Referent:innen aus Indien eingeladen, die von Wassermangel und Gewalt an Frauen berichten und den Zusammenhang erläutern zwischen diesen beiden Themen, die doch auf den ersten Blick scheinbar nichts gemeinsam haben.

Nach dem kurzen Input stellen sich die Referierenden den Fragen der Teilnehmenden. Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion. Die Veranstaltung findet vorwiegend auf Englisch statt (mit transkribierten Untertiteln) – Deine Fragen kannst Du aber auch gern auf Deutsch stellen, wir übersetzen sie dann. Wir freuen uns, Dich online zu sehen!

Die Veranstaltung wird gefördert durch:

 

Engagement Global mit Mitteln des
Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

EpiB – Entwicklungspolitische Informations-und Bildungsarbeit
Gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen

Brot für die Welt

Katholischer Fonds

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Vergangene Veranstaltungen

 

Veranstaltungsreihe

Kritischer Blick auf die Entwicklungs­zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien

Seit über 60 Jahren arbeiten Deutschland und Indien auf staatlicher Ebene entwicklungs- und wirtschaftspolitisch zusammen. Neben den großen staatlichen Akteuren sind auch zahlreiche Nichtregierungs­organisationen aus Deutschland und anderen Ländern mit ihren eigenen Entwicklungs­schwerpunkten seit Jahrzehnten in den Ländern des Globalen Südens aktiv. Was aber haben diese enormen Anstrengungen für die Menschen in Indien gebracht? Wurden Armut und Ungleichheit besiegt, Freiheit und Wohlstand für alle erreicht? Wir wollen, ausgehend vom Erbe der kolonialen Geschichte Indiens und anderer Länder, in die Gegenwart und die Zukunft moderner Entwicklungs­zusammenarbeit blicken und sie anhand praktischer Beispiele beleuchten.

Die Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) e.V. in Frankfurt, Karuna Deutschland e.V. in Essen und die Deutsch-Indische Gesellschaft Darmstadt-Frankfurt e.V. laden Euch herzlich zu spannenden Veranstaltungen im September ein. Die Teilnahme ist kostenlos, es ist jedoch jeweils eine Anmeldung erforderlich.

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Kolonialismus und gesellschaftliche Entwicklung in Indien und weltweit

Termin: Samstag, 11. September 2021, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: ChorForum Essen, Fischerstraße 2–4, 45128 Essen
Moderation: Karuna Deutschland e.V.
Anmeldung bitte per E-Mail an info@karunadeutschland.org

Referierende: Clemens Jürgenmeyer (Asien-Experte) und Jessica Valdez Vanegas (Bildungsreferentin)

Indien erlangte am 15. August 1947 die Unabhängigkeit. An diesem Tag endete unter dramatischen Umständen die fast 200 Jahre dauernde britische Kolonial­herrschaft über ein Land, das wegen seiner Größe und seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutung stets als Juwel des britischen Empire galt. Die Folgen dieser Herrschaft waren gravierend und wirken bis auf den heutigen Tag in vielfältiger Weise nach – in der Regel nicht zum Wohl der breiten Bevölkerung.

Die Referierenden beleuchteten nicht nur die Schrecken der Kolonial­vergangenheit, sondern auch deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit, die für einige Länder des Globalen Südens kritisch analysiert wurden.

Die Bildungsreferentin Jessica Valdez sprach über Stereotype und diskriminierende Einstellungen in Deutschland und der Welt, die auf kolonialen Grundlagen beruhen. Mit spielerischen Methoden motivierte sie das Publikum zum Nachdenken über die koloniale Vergangenheit und ihre heutigen Wirkungen.

Der Asien-Experte Clemens Jürgenmeyer referierte über die britische Kolonialherrschaft in Indien. Sie sei mehr gewesen als Ausbeutung und Unterdrückung; sie habe, viel mehr als gemeinhin angenommen, auf der Kooperation von Kolonialherren und einheimischen Gruppen beruht, von der beide Seiten profitierten. Die Zerstörung der alten Agrar- und Wirtschaftsordnung ohne den Aufbau neuer Strukturen führte zu Massenelend und Verhinderung einer tragfähigen Entwicklung Indiens, so Clemens Jürgenmeyer. Die gravierenden Folgen des Kolonialismus wirken bis heute nach. Sie sollten allerdings heute, nach fast 75 Jahren der Unabhängigkeit, nicht vorschnell für die offensichtlichen Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verantwortlich gemacht werden und nicht den kritischen Blick auf das Verhalten der Mächtigen im Lande verstellen.

In der nachfolgenden Fragerunde wurde unter anderem hervorgehoben, dass die heutige Ausbeutung des globalen Südens auch auf unseren kapitalistischen Wirtschaftsstrukturen beruhe. Die „Gier“ des globalen Nordens, der deutlich über seine Verhältnisse lebt, könne nur durch die Ausbeutung des globalen Südens befriedigt werden, weil die hier vorherrschenden kapitalistischen Strukturen keine Alternative zulassen. 

Clemens Jürgenmeyer ist Mitarbeiter am Arnold-Bergstraesser-Institut. Er hat Politische Wissenschaften, Soziologie und Indologie studiert, ist Dozent für Indische Geschichte, Kultur und Politik an der Akademie für internationale Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bonn und Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg. Zu seinen Forschungsbereichen zählen Entwicklungspolitik, Internationale Politische Ökonomie und Ethnische Konflikte. Als Autor zahlreicher Publikationen hat er unter anderem über Gandhis Ethik der Gewaltfreiheit und über die indische Kastengesellschaft geschrieben.

Jessica Valdez Vanegas ist Teil des FairBindung Kollektiv Berlin, das sich seit 2008 für eine nachhaltige, solidarische und global gerechte Welt einsetzt. Sie ist Projektkoordinatorin und Bildungsreferentin in den Bereichen Antidiskriminierung, Klimagerechtigkeit und solidarischer Handel. Sie produziert audiovisuelle Bildungsmaterialien aus einer dekolonialen und machtkritischen Perspektive und schafft kritische, gesunde, kollektive sowie künstlerische Räume und Diskussionen.

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Entwicklungs­zusammenarbeit mit Indien: Woher, Wozu, Wohin?

Termin: Montag, 13. September 2021, von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Evangelische Dreifaltigkeitsgemeinde, Funckstraße 16, 60486 Frankfurt am Main
Moderation: Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) e.V.
Anmeldung bitte per E-Mail an franck@diz-ev.de

Referent: Dr. Christian Wagner, Senior Fellow, Stiftung Wissenschaft und Politik

Die Entwicklungs­zusammenarbeit mit Indien wird von verschiedenen Widersprüchen geprägt. Einerseits zählt Indien zu den größten Empfängern bundes­deutscher Entwicklungs­zusammenarbeit. Andererseits hat Indien seit Jahren hohe Wachstumsraten und zählt zu den dynamischsten Volks­wirt­schaf­ten in Asien. Schließlich ist Indien selbst in den letzten Jahren zu einem neuen Geber in der Entwicklungs­zusammenarbeit aufgestiegen und konkurriert in vielen Regionen mit China. Welche Folgen haben diese teilweise wider­sprüchlichen Entwicklungen auf unsere Entwicklungs­zusammen­arbeit mit Indien? Diese spannenden Fragen wollten wir diskutieren.

Zunächst beleuchtete Dr. Christian Wagner die Aspekte globaler Asymmetrien, die dazu führen, dass ein Land von der Entwicklungszusammenarbeit abhängig wird. Die Frage, wer die entsicklungspolitische Agenda bestimmt und wer die Macht hat, führte zu einer Diskussion zwischen dem Referenten und den Teilnehmenden. Unter anderem konzentrierte die Diskussion sich auf die wirtschaftlichen Interessen und auf welche Weise diese häufig in Fragen der Entwicklungshilfe einfließen.

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Schulbildung im Schatten der Corona-Pandemie in Indien und Nepal

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Termin: Donnerstag, 23. September 2021, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Online-Veranstaltung, Anmeldung erforderlich

Referierende:
Niharika Chopra, Education Consultant, Kailash Satyarthi Foundation
Bhim Bahadur Bogati, REED Nepal
Dr. Laxmi Paudyal, Save the Children Nepal

Die Folgen der Coronapandemie haben dazu geführt, dass mehr als 1,5 Milliarden Kinder weltweit zeitweise keine Schule besuchen konnten. In Indien und Nepal sind wegen der landesweiten Schulschließungen viele Kinder stark davon betroffen. Nach Angaben der UNESCO konnten bis Anfang Juni 2021 etwa 330 Millionen Kinder in Indien nicht zur Schule gehen. Der Online-Unterricht erreichte hier nur zehn Prozent der Schulkinder. Die bittere Wahrheit ist, daß die Erfolge der letzten Jahre im Bereich Bildung massiv bedroht sind. Die Referierenden beschrieben die Herausforderungen und Chancen, die für Länder wie Indien und Nepal im Bildungsbereich bestehen. Während die Experten aus Nepal von innovativen Ansätzen wie Radio- und Fernsehunterricht während der Schulschließung berichteten, sprach der Experte aus Indien über Kinderheirat und Kinderhandel, die während der Pandemie zugenommen haben.

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Freiwilligenarbeit in Indien, Nepal und weltweit – Ein Trend zwischen Wohltätigkeit, Lifestyle und Ausbeutung

Termin: Montag, 27. September 2021, von 18.30 Uhr bis 20:30 Uhr
Ort: Offenes Haus des Evangelischen Dekanats, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
Moderation: Deutsch‑Indische Gesellschaft Darmstadt‑Frankfurt e.V.
Anmeldung bitte per E-Mail an dig-darmstadt@t-online.de

Referierende: Benjamin Haas und Alice Blum

„Die Welt entdecken und Gutes tun“ – so lautet der Werbeslogan einer großen Reiseagentur. Ein paar Wochen Freiwilligenarbeit („Volunteering“) in Indien oder Nepal kann man dort direkt aus dem Katalog buchen. Voluntourismus verspricht eine „außergewöhnliche Erfahrung“, bei der man helfen kann, „die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern“. Die Kritik an dem Konzept wächst jedoch. Voluntourismus wirft nicht nur Fragen zu verantwortungs­vollem Reisen auf, er reproduziert problematische Bilder wohltätiger, weißer „Expert:innen“.

Die Referierenden stimmten darin überein, dass das Konzept der Freiwilligenarbeit nur denkbar sei, wenn es endlich darum gehe, etwas Gemeinsames herzustellen, statt Unterschiede zu fokussieren. Dazu gehöre jedoch, zunächst Geschichte mitzudenken, rassistische Denkmuster zu reflektieren, neokoloniale Praktiken zu überwinden und dies auch aus einer intersektionalen Perspektive zu betrachten. Erst dann sei ein Austausch auf Augenhöhe und ein Miteinanderlernen möglich, um die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen. Freiwilligendienste und Voluntourismus in Indien und Nepal müssten dringend dekolonisiert werden. Auf zu vielen Ebenen reproduzieren diese Formate müssen nach Auffassung der Referierenden Rassismus sowie neokoloniale Strukturen, Einstellungen und Denkweisen.

Benjamin Haas beschäftigt sich seit über 10 Jahren wissenschaftlich mit Freiwilligen­diensten und auch insbesondere mit dem Voluntourismus und analysiert dieses Phänomen im Hinblick auf Indien und Nepal. Alice Blum war am Forschungs­projekt „Volunteer work as a neocolonial practice – racism in transnational education“ zu Südostafrika beteiligt.

Pratibha Singh hat zu diesem Thema ein Interview mit Alice Blum geführt, das auf unserem Kanal Global Verbunden als Podcast verfügbar ist (Soundcloud; Spotify; RSS-Feed).

 

Die Veranstaltungsreihe „Kritischer Blick auf die Entwicklungs­zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien“ wird gefördert durch:

 

Engagement Global mit Mitteln des
Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

EpiB – Entwicklungspolitische Informations-und Bildungsarbeit
Gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen
(Nicht die Veranstaltungen in Frankfurt am Main und Darmstadt)

Brot für die Welt

Katholischer Fonds

 

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Auf den Spuren des Kolonialismus in Essen – ein Stadtrundgang

Veranstalter: Karuna Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit EXILE‑Kulturkoordination e.V.

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Freitag, 10. September 2021, 17.00 Uhr, Dauer: ca. zwei Stunden
Teilnahme kostenlos *
Treffpunkt: Haus der Geschichte / Stadtarchiv Essen, Ernst‑Schmidt‑Platz 1, 45128 Essen

Die aktuellen Debatten um Rassismus und das koloniale Erbe Deutschlands haben gezeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ist. Im städtischen Raum wird insbesondere der Umgang mit kolonialen Denkmälern, kolonialen Straßennamen und dem kolonialen Erbe in Museen kontrovers diskutiert. Dabei hat der deutsche Kolonialismus seine Spuren nicht nur in den Metropolen und Hansestädten hinterlassen. Erstaunlicherweise sind auch in Essen vielfältige koloniale Spuren zu finden.

Foto: EXILE-Kulturkoordination e.V.
Für den Stadtrundgang gibt es auch eine Web-App (Foto: EXILE-Kulturkoordination e.V.)

Der kostenlose Stadtrundgang lud ein, sich an sechs ausgewählten Stationen kritisch mit der kolonialen Vergangenheit der Stadt Essen und ihren kolonialen Strukturen zu beschäftigen. Die bislang eher unbekannten Spuren des Kolonialismus wurden in dem Rundgang als Teil der Essener Stadtgeschichte vorgestellt.

Vom Bismarck-Denkmal über die Philharmonie bis zum Alfred-Krupp-Denkmal – Orte, an denen wir täglich vorbeigehen, erschienen in einem neuen Zusammenhang.

Der Rundgang steht auch als virtueller Online-Stadtrundgang zur Verfügung. Weitere umfangreiche Informationen findest Du auf der Website essen.colonialtracks.de.

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es weitere Informationen zu den Themen Kolonialismus und deutsche Kolonialgeschichte.

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#BackToSchool – Sketchnotes-Workshop: Zeichnen lernen für mehr Bildungschancen

Nimm am kostenlosen Sketchnotes-Workshop teil und setze damit ein Zeichen für mehr Bildungschancen

Mit Simone Abelmann, Gründerin von Funny Sketchnotes

Veranstalter: Karuna Deutschland e.V.

Mittwoch, 8. September 2021, 19.30–21.30 Uhr
Online-Workshop – Teilnahme kostenlos –
Benötigtes Material: Stift und Papier

Veranstalter: Karuna Deutschland e.V.

Mittwoch, 8. September 2021, 19.30–21.30 Uhr
Online-Workshop – Teilnahme kostenlos –
Benötigtes Material: Stift und Papier

Veranstalter: Karuna Deutschland e.V.

Mittwoch, 8. September 2021, 19.30–21.30 Uhr
Online-Workshop – Teilnahme kostenlos –
Benötigtes Material: Stift und Papier

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Erscheint etwa viermal im Jahr.

 

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