Unsere Arbeit

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und tragen dazu bei, dass sich die Lebenssituation von Menschen verbessert, die zu den benachteiligtesten, ärmsten und ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen gehören.

In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern vor Ort geben wir Menschen Hilfe zur Selbsthilfe. Die von uns unterstützten Projekte versetzen Menschen in die Lage, ihre Situation in Hinblick auf gesundheitliche Versorgung, Bildung, Lebenserwerb und Selbstbestimmung selbst in die Hand zu nehmen und zu verbessern.

Wir unterstützen Menschen darin, ihre Würde und ihr Selbstvertrauen wiederzufinden und ermutigen sie, selbst für ihre Rechte einzutreten. Dabei legen wir Wert darauf, dass jedes Projekt nachhaltig angelegt ist und im überschaubaren Zeitrahmen von Hilfe von außen unabhängig wird.

Karuna Deutschland wurde 2006 von deutschen Buddhistinnen und Buddhisten gegründet. Die von uns geförderten Projekte stehen allen Menschen offen. Wir kooperieren eng mit dem Karuna Trust in Großbritannien, der seit 1980 humanitäre Projekte in Indien und Nepal unterstützt.

Wir sind berechtigt, Spendenbescheinigungen für die Steuererklärung auszustellen.

Hier kannst Du unsere Broschüre herunterladen: Karuna Deutschland Broschüre.

Twitter Karuna Deutschland

Unterstützer

Die folgenden Unternehmen unterstützen unsere Arbeit. Dafür sagen wir ganz herzlich Danke. Wenn auch Dein Unternehmen einen wertvollen Beitrag zur Hilfe leisten möchte, sprich uns gerne an. Wir bedanken uns mit einer Platzierung des Logos.

online-Forum GmbH
StrakeConsulting*
Anahata Yoga
Theater Töfte
e-Mediateam
dieUmweltDruckerei.de

Warum wir uns in Indien und Nepal engagieren

In Indien leben etwa 200 Millionen Menschen, die sich heute Dalits nennen. Sie sind die, die füher als “Unberührbare” bezeichnet wurden. Obwohl die Diskriminierung aufgrund der Kaste mit der Unabhängigkeit Indiens offiziell abgeschafft wurde, existiert die unmenschliche Praxis nach wie vor. Besonders auf dem Land dominiert sie das Leben der Dalits.

In Nepal ist die Situation sehr ähnlich, besonders im Terai, das an Indien angrenzt. Auch hier werden Menschen aufgrund ihrer Kastenzuschreibung diskriminiert und benachteiligt.

Nach wie vor bestimmt die Geburt, welchen Beruf Menschen ergreifen, welchen Status sie in der Gesellschaft haben, wen sie heiraten und auch, was sie tun dürfen. In den Städten verändert sich das Zusammenleben langsam und die trennenden Traditionen werden im Großstadtgewusel öfter verwischt. Auf dem Land aber werden archaische Kasten-Vorschriften häufig immer noch eingefordert und wenn Dalits sich widersetzen, werden sie oft mit brutaler Gewalt schikaniert.

Die unvorstellbaren Zahlen von Vergewaltigungen in Indien sind auch durch die Kastentrennung bedingt. Vergewaltigung ist ein probates Mittel von Männern aus dominanten Kasten, Dalits einzuschüchtern und auf ihre Plätze am untersten Ende der Gesellschaft zu verweisen. Sie müssen Müll sammeln, Tierkadaver entsorgen, Gullis säubern und Trockenlatrinen leeren. Gezwungen, diese schmutzigen und gefährlichen Arbeiten ohne Schutzkleidung zu tun, werden sie als “unrein” angesehen und von der Mehrheitsgesellschaft verachtet und ignoriert. Frauen und Mädchen sind gleich dreifach betroffen: durch Armut, Kastendiskriminierung und systematische Benachteiligung.

In den meisten Projekten von Karuna Deutschland e.V. sind Dalits die Hauptzielgruppe, neben anderen benachteiligten Gruppen wie Stammesangehörige.

Medienberichte – Dalits in Indien: Unberührbar und Unterdrückt

Die Journalistinnen Leila Knüppel und Nicole Scherschun haben in Nagpur das Befreiungsfest der Dalits miterlebt. Auf Vermittlung von Karuna Deutschland e.V. trafen sie in Indien Teilnehmer und Leiter unserer Projekte. Hier könnt Ihr ihren Beitrag für den Deutschlandfunk lesen:

Durch den Buddhismus befreit

„Am 14. Oktober 1956 trat der indische Politiker Bhimrao Ambedkar gemeinsam mit einer halben Million Dalits vom Hinduismus zum Buddhismus über – aus Protest gegen die Benachteiligung der Unberührbaren. Bis heute hält diese Übertrittsbewegung an – ebenso wie die Unterdrückung der Dalits.

Die hinduistischen Kasten soll es in Indien nicht mehr geben, alle Menschen sollen gleichbehandelt werden – so steht es in der Verfassung. Doch im Alltag ist die Abneigung gegenüber den Dalits, den Angehörigen der untersten Kaste, immer noch spürbar.

Viele Menschen wollen nichts mit ihnen zu tun haben, denn sie gelten nach wie vor als unrein: die Dalits, Angehörige der untersten Hindu-Kaste. Auch wenn das Kastensystem offiziell längst abgeschafft wurde und für die einstigen Unberührbaren eine Jobquote gilt, sind die Vorurteile in der indischen Gesellschaft omnipräsent.

Doch einmal im Jahr feiern die einstigen Dalits sich selbst, ihren Kampf gegen die gesellschaftliche Diskriminierung und ihren Nationalhelden: Bhimrao Ambedkar. Er ist selbst ein Dalit und setzt sich gegen die Benachteiligung durch das Kastensystem ein. Heute gilt er als zweitberühmtester Inder nach Gandhi.“

Den vollständigen Bericht „Buddhist aus Protest – Bhimrao Ambedkar und die Emanzipation der indischen Dalits“ könnt Ihr auf der Website des Deutschlandfunk nachlesen. Er wurde am 16. Oktober 2012 gesendet.

Warum „Unberührbare“ zum Buddhismus konvertieren

Diesen Bericht von Antje Stiebitz über Kastendiskriminierung und die damit zusammenhängenden Religionswechsel in Indien könnt Ihr auf der Website von Deutschlandfunk Kultur nachlesen. Er wurde am 25. Februar 2018 gesendet.

Video: Aufstand der Dalits

Obwohl die indische Verfassung das Kastenwesen vor fast 70 Jahren abgeschafft hat, stehen die Dalits noch heute auf der untersten sozialen Stufe der Gesellschaft. Nun fordern sie endlich Gleichberechtigung.

Den Weltspiegel-Beitrag könnt Ihr Euch auf der Website der ARD anschauen. Der knapp sieben Minuten lange Beitrag wurde am 28. Januar 2018 gesendet.

 

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