Unsere Projekte

Hilfsprojekte

In Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen vor Ort in Indien und Nepal leistet Karuna Deutschland Hilfe zur Selbsthilfe. Die Projekte helfen Menschen, ihre Situation im Hinblick auf gesundheitliche Versorgung, Bildung und Selbstbestimmung zu verbessern.

Indien

Die „größte Demo­kratie der Welt“, eine enor­me wirt­schaft­liche Ent­wick­lung, High-Tech überall: Das ist Indien, ein Land, das mit großer Geschwin­dig­keit in die mo­der­ne Welt strebt und in vielen Be­rei­chen längst mitten­drin ist.

Indien ist aber auch: Ein Land voller Slums, ein Land, in dem große Teile der Bevöl­ke­rung nach wie vor als „unberühr­bar“ dis­kri­mi­niert werden, obwohl laut Ver­fas­sung die im tradi­tio­nellen Hin­duis­mus veran­kerte Kasten­diskrimi­nie­rung abge­schafft ist. Das Kasten­system sollte keinen Ein­fluss auf Leben und Ent­wick­lungs­möglich­keiten der Men­schen mehr haben.

Das Leben der Armen in Slums und auf dem Land sieht anders aus. Da käm­pfen viele Dalits, wie sich Men­schen aus den unter­sten Schich­ten selbst nennen, haupt­säch­lich ums Über­leben.

Viele der als „unberühr­bar“ dis­krimi­nierten Menschen sind zum Buddhis­mus über­ge­treten, der schon vor 2.500 Jahren die Kas­ten-Ideo­logie des Hinduis­mus ablehnte. Ihr großes Vorbild, der Anwalt und erster Jus­tiz­minister Dr. Bhimrao Ambedkar (1891 bis 1956) wird zutiefst verehrt (Foto).

Es ist eine unge­heure An­stren­gung, das Men­schen­recht auf per­sön­liche Ent­wick­lung Reali­tät werden zu las­sen, wenn man in einer Umge­bung der Armut, der Unwis­sen­heit, des Aber­glau­bens und der Unter­drückung lebt.

Es ist eine unge­heure An­stren­gung, das Men­schen­recht auf per­sön­liche Ent­wick­lung Reali­tät werden zu las­sen, wenn man in einer

Umge­bung der Armut, der Unwis­sen­heit, des Aber­glau­bens und der Unter­drückung lebt.

Es ist eine unge­heure An­stren­gung, das Men­schen­recht auf per­sön­liche Ent­wick­lung Reali­tät werden zu las­sen, wenn man in einer Umge­bung der Armut, der Unwis­sen­heit, des Aber­glau­bens und der Unter­drückung lebt.

 

Frauen und Kinder haben unter diesen schwie­rigen Um­stän­den noch schlech­tere Aus­sich­ten auf ein fried­li­ches Leben, in dem sie lernen und kreativ sein und selbst­be­wusst ihre Menschen­rechte wahr­neh­men können.

Ohne einen Anstoß von außen und Hilfe zur Selbsthilfe ist es fast unmöglich, die eige­nen Lebens­umstände positiv zu beein­flus­sen. Was bleibt, ist allzu oft Resignation und Fatalismus.

Nepal

Nepal – bekannt durch seine Tempel und das Hima­laya-Gebirge, zu dem auch der Mount Everest gehört. Aber das „Dach der Welt“ ist auch von Kasten­apartheid, Unter­drückung von Frauen und Dis­kri­mi­nie­rung geprägt. Die Dalit-Bevöl­ke­rung in Nepal wird laut der Volks­zäh­lung von 2011 auf 13,8 bis 20 % ge­schätzt. Weitere Gemein­schaf­ten wie Janajati (indigene Volks­grup­pen) und Muslime zählen eben­falls zu den beson­ders benach­tei­lig­ten Gruppen.

Häufige Regierungs­wechsel, General­streiks und Natur­katas­tro­phen haben das Land de­stabi­li­siert. Etwa ein Drittel der Be­völ­ke­rung lebt unter der Armuts­grenze und die Le­bens­erwar­tung liegt beim Ver­gleich mit anderen asia­ti­schen Ländern im unteren Drittel. Fast die Hälfte aller in Nepal leben­den Kinder leidet an Mangel- und Unter­ernäh­rung. Und es gibt immer noch dis­krimi­nie­rende Prak­ti­ken wie „Chhaupadi“: Nach dieser Tradition ist es Frauen während der Menstrua­tion verboten, andere Menschen und Gegen­stände zu berüh­ren und sie müssen außer­halb der Gemein­schaft leben, meistens in einem Vieh­stall.

 

Nepal ist auch ein Land mit vielen Möglich­keiten. Die aktive Betei­li­gung der Menschen vor Ort und nach­halti­ges Engage­ment können posi­tive Ände­run­gen in diesem Land be­wirken.

Karuna Deutschland unter­stützt in Nepal Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Stärkung von Frauen.

 

Gewalt gegen Frauen in Indien wirksam bekämpfen

Das Maitri-Netzwerk wächst

15 Organisationen aus zehn Bundesstaaten werden gestärkt und weiter ausgebaut, um sexuelle Gewalt gegen Frauen wirksam zu bekämpfen. Unser Projektpartner Jan Sahas koordiniert die Arbeit, die auch die Sensibilisierung von Behördenvertretern wie Polizei und Gerichten umfasst. In 32 Distrikten sollen zentrale Anlaufstellen für Frauen in Not aufgebaut werden. Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, werden praktisch und juristisch unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Landesministerien und der Zentralregierung, um gesetzliche Vorgaben zum Schutz von Frauen umzusetzen.

15 Organisationen unterstützen Frauen, die Gewalt erlebt haben. Sie trainieren Vertreter von Polizei und Justiz, um sie für die Nöte von traumatisierten Frauen zu sensibilisieren.

15 Organisationen unterstützen Frauen, die Gewalt erlebt haben. Sie trainieren Vertreter von Polizei und Justiz, um sie für die Nöte von traumatisierten Frauen zu sensibilisieren.

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Gegen Diskriminierung – für gewaltfreie Schulen

Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen ist in Indien weit verbreitet, auch an den Schulen. Hier setzt dieses Projekt an. Die Sensibilisierung sowohl der männlichen als auch der weiblichen Lehrkräfte für die Unterstützung einer gewaltfreien Schulumgebung ist integraler Bestandteil dieses Projekts. Darüber hinaus arbeitet das Team unserer Partnerorganisation vor Ort sowohl mit Jungen und ihren Vätern als auch mit Mädchen und ihren Müttern.

Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen ist in Indien weit verbreitet, auch an den Schulen. Ziel dieses Projektes ist es, Mädchen und Jungen gegen Gewalt zu stärken, Lehrkräfte zu sensibilisieren und Kindern eine geschützte und erfolgreiche Schulzeit zu bieten.

Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen ist in Indien weit verbreitet, auch an den Schulen. Ziel dieses Projektes ist es, Mädchen und Jungen gegen Gewalt zu stärken, Lehrkräfte zu sensibilisieren und Kindern eine geschützte und erfolgreiche Schulzeit zu bieten.

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Förderung von Frauen und Mädchen in den Slums von Nagpur

Der Projektpartner Samata Mahila Foundation (SMF) unterstützt Frauen und heranwachsende Mädchen aus benachteiligten Gemeinschaften in acht Slums. Gesundheitstraining für Heranwachsende, finanzielle, psychologische und rechtliche Unterstützung für Frauen und die Bereit­stellung von hochwertiger Früherziehung ermöglichen den Bewohnerinnen der Slums eine bessere Zukunft.

Gesundheitstraining für Heran­wachsen­de, finanzielle, psycholo­gische und rechtliche Unter­stützung für Frauen und die Bereit­stellung von hochwertiger Früherziehung ermöglichen den Bewohnerinnen in acht Slums eine bessere Zukunft.

Gesundheitstraining für Heranwachsen­de, finanzielle, psychologische und rechtliche Unterstützung für Frauen und die Bereit­stellung von hochwertiger Früherziehung ermöglichen den Bewohnerinnen in acht Slums eine bessere Zukunft.

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Selbstverteidigung und Selbstsicherheit

Mädchen und junge Frauen lernen Nein zu sagen

Die Selbstverteidigungskurse „Wenlido“ sind ein Teil des Prabodhini-Projekts in Nagpur. Es unterstützt Frauen und Mädchen beim Umgang mit belastenden sozialen Verhältnissen. Sie erfahren von ihren Rechten und den ihrem Schutz dienenden Gesetzen. Sie müssen es nicht hinnehmen, angemacht oder angegrabscht zu werden. Mit den alltäglichen Situationen dieser Art geschickt umzugehen und eine verbale Schlagfertigkeit zu entwickeln, die die Maulhelden bloßstellt, ist ebenfalls Ziel der Ausbildung.

Selbstverteidigungskurse für junge Mädchen und Frauen zur Stärkung des Selbst­vertrauens und zur effektiven praktischen Selbst­verteidigung (Wenlido), damit sie sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen können.

Selbstverteidigungskurse für junge Mädchen und Frauen zur Stärkung des Selbst­vertrauens und zur effektiven praktischen Selbst­verteidigung (Wenlido), damit sie sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen können.

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„Stimme der Frauen“

Zugang zu effektiven juristischen Dienstleistungen

Die Projektpartner Jan Sahas und La‍wyers Initiative Forum unterstützen Dalit- und Adivasi-Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, die Gewalterfahrung zu bewältigen und juristische Schritte einzuleiten. Dazu bilden sie kleine Selbsthilfegruppen vor Ort sowie übergeordnete Organisationen kompetent aus. Außerdem werden in den Zielgebieten auch Männer und Familien sensibilisiert, damit sie Opfer von Gewalt unterstützen.

Wir unterstützen Dalit- und Adivasi-Frauen, die Überlebende von sexueller Gewalt und Misshandlung sind, sich zu wehren und juristische Schritte einzuleiten.

Wir unterstützen Dalit- und Adivasi-Frauen, die Überlebende von sexueller Gewalt und Misshandlung sind, sich zu wehren und juristische Schritte einzuleiten.

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Umweltfreundlich bauen

Nachhaltiger Lebenserwerb für ländliche Gemeinschaften

60 Frauen und 60 Männer aus armen Verhältnissen und benachteiligten Gemein­schaften werden durch die Herstellung von umwelt­freund­lichen CSEB-Ziegeln in die Lage versetzt, ein eigenes Einkommen zu erwirt­schaften. Durch die Einrichtung von zehn Produktions­stätten mit je einer Ziegel­presse erhalten die ehemaligen Arbeits­losen und Tage­löhner eine Perspek­tive für ihr Leben und für das Wohlergehen ihrer Familien. Das Projekt trägt zur Entwicklung einer Region bei, die von Armut und Marginali­sierung einzelner Gemein­schaften stark betroffen ist.

Eine umweltfreundliche und nachhaltige Ziegelherstellung ermöglicht 120 Fami­lien einen selbstständigen und würdi­gen Lebenserwerb und eine Perspektive für die Zukunft.

Eine umweltfreundliche und nachhaltige Ziegelherstellung ermöglicht 120 Fami­lien einen selbst­ständigen und würdigen Lebens­erwerb und eine Perspek­tive für die Zukunft.

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Gemüse statt Ratten für Musahar- und Dom-Gemeinschaften

Innerhalb der Dalit-Kasten sind die Musahar („Rattenfänger“) und Dom („Latrinenkehrer“) besonders diskriminiert und benachteiligt, was auch bedeutet, dass sie nicht von Regierungsprogrammen und anderen sozioökonomischen Vorteilen profitieren konnten. Dieses Projekt ermöglicht 120 Musahar- und Dom-Familien mithilfe von Gemüseanbau und Bambusverarbeitung einen menschenwürdigen Lebenserwerb.

Latrinenkehrer und Rattenfänger erlernen einen menschenwürdigen Lebenserwerb durch Gemüseanbau und Bambusverarbeitung.

Latrinenkehrer und Rattenfänger erlernen einen menschenwürdigen Lebenserwerb durch Gemüseanbau und Bambusverarbeitung.

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Dhardo-Rimpoche-Schule für Kinder aus armen Familien

Die Schule, deren Träger das Indo-Tibetische Buddhistische Kulturinstitut (ITBCI) ist, ermöglicht Kindern aus armen Familien eine fundierte Schulausbildung. Die Eltern sind oft Analphabeten und nicht in der Lage, die finanzielle oder familiäre Unterstützung zu leisten, die für die Schulbildung ihrer Kinder erforderlich ist. Die Ausbildung erstreckt sich von der ersten bis zur achten Klasse. Der Standardlehrplan wird in Englisch unterrichtet, was den Schülern gute Möglichkeiten bietet, später einen Arbeitsplatz zu finden.

Die Eltern sind oft Analphabeten und nicht in der Lage, die finanzielle oder familiäre Unterstützung zu leisten, die für die Schulbildung ihrer Kinder erforderlich ist.

Die Eltern sind oft Analphabeten und nicht in der Lage, die finanzielle oder familiäre Unterstützung zu leisten, die für die Schulbildung ihrer Kinder erforderlich ist.

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Nepal: Sichere Geburten für junge Mütter und Babys

Geburtshilfe und Aufklärung auch auf dem Land

Unser Projektpartner Green Tara Nepal (GTN) kümmert sich bei diesem Projekt um die Mutter-Kind-Gesundheit und die Stärkung von Frauen. Ein Schwerpunkt ist die Aufklärung gegen Kinder­heirat, um Teenager-Schwanger­schaften zu verhindern. Das Projekt sorgt für eine Verbesserung der Gesundheits­versorgung von Frauen, Säuglingen und heran­wachsenden Mädchen in den Bereichen Sexualität und Fort­pflanzung. Die zehn Geburtshilfe­zentren in Süd-Nepal stellen eine dauerhafte und wohnortnahe medizinische Versorgung für Schwangere und für Mütter von Kleinkindern sowie für Neugeborene und Kinder sicher.

Sichere Geburtshilfe auch auf dem Land. Ein besonderer Fokus liegt in der Aufklärung gegen Kinderheiraten und Teenager-Schwangerschaften sowie zur Kindergesundheit.

Sichere Geburtshilfe auch auf dem Land. Ein besonderer Fokus liegt in der Aufklärung gegen Kinderheiraten und Teenager-Schwangerschaften sowie zur Kindergesundheit.

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Projekt „Starke Mädchen“ in Nepal

Bildungschancen für benachteiligte Kinder

Mädchen (und Jungen) aus Dalit- und anderen ausgegrenzten und benachteiligten Familien erhalten Zugang zu guter Bildung, sodass sie die Primarstufe erfolgreich abschließen und in die Sekundarstufe überwechseln können. In diesem Projekt werden 900 besonders benachteiligte Mädchen mithilfe von Mädchen-Clubs gefördert. Bildungs­standards und Ausstattung in 15 Schulen werden verbessert und ermöglichen den Kindern eine hochwertige Schulbildung. Die Eltern werden mit einbezogen und 600 Mütter werden befähigt, sich ein Kleingewerbe zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts aufzubauen, um ihre Töchter weiter zur Schule schicken zu können.

Dalit und andere benachteiligte Mädchen (und Jungs) gehen erfolgreich zur Schule, ihre Mütter verdienen, Lehrkräfte sind gut ausgebildet und Schulen ansprechend ausgestattet.

Dalit und andere benachteiligte Mädchen (und Jungs) gehen erfolgreich zur Schule, ihre Mütter verdienen, Lehrkräfte sind gut ausgebildet und Schulen ansprechend ausgestattet.

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Entwicklungspolitische Bildung in Deutschland

Um das Bewusstsein für entwicklungspolitische Aspekte und globale Zusammenhänge hierzulande zu vergrößern, ist Karuna Deutschland jetzt auch mit einem Projekt in Deutschland aktiv.

 

Globale Zusammenhänge verstehen

Entwicklungspolitische Bildung am Beispiel von Indien und Nepal

Das Projekt will Menschen und Organisationen in Deutschland für entwicklungspolitische Zusammenhänge und Fragestellungen sensibilisieren und die globale Verantwortung unserer Gesellschaft aufzeigen, um globale Asymmetrien und neo-koloniale Abhängigkeiten erkennen und so die Gründe für die Unterschiede zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden verstehen zu können.

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Globale Zusammenhänge verstehen

Entwicklungspolitische Bildung am Beispiel von Indien und Nepal

Das Projekt will Menschen und Organisationen in Deutschland für entwicklungspolitische Zusammenhänge und Fragestellungen sensibilisieren und die globale Verantwortung unserer Gesellschaft aufzeigen, um globale Asymmetrien und neo-koloniale Abhängig­keiten erkennen und so die Gründe für die Unterschiede zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden verstehen zu können.

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Globale Zusammenhänge verstehen

Entwicklungspolitische Bildung am Beispiel von Indien und Nepal

Menschen und Organisationen in Deutschland werden für entwick­lungs­politische Zusammen­hänge und Frage­stellungen sensi­bili­siert und die globale Verant­wortung unserer Gesell­schaft wird aufge­zeigt.

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Abgeschlossene Projekte

Seit 2007 hat Karuna Deutschland viele kleinere Projekte unterstützt. Unsere größeren Projekte waren:

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Erscheint etwa viermal im Jahr.

 

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