Klimawandel: Starke Gemeinschaften und angepasste Ökosysteme

in Bangladesch und Indien

Thema:
Umwelt und Lebenserwerb

Ort:
Ganges-Brahmaputra-Delta,
Bundesstaaten West-Bengalen und Assam in Indien sowie Distrikte Munsiganj und Khulna in Bangladesch

Projektlaufzeit:
01.10.2021 bis 31.12.2024

Budget:
670.000 €, davon 499.000 € Zuschuss vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die verbleibenden 171.000 € werden von Karuna Deutschland e.V. und Karuna Trust, Großbritannien, getragen.

Erreichte Zielgruppe:
10.750 Personen, davon 4.000 Frauen, 4.000 Bauern, Land­wirt­schafts­experten, Regierungs­beamte, Netzwerk­organi­sa­tio­nen, Institu­tionen sowie 160.000 Perso­nen aus 40.000 Haushalten in 400 Dörfern.

Herausforderungen

Das Ganges-Brahmaputra-Delta ist eine dicht besiedelte Region und umfasst die größten Mangroven­wälder der Welt. Das Flussdelta gilt als Hotspot des Klimawandels und ist Schauplatz einer steigenden Zahl an Naturkatastrophen. Durch Wirbelstürme, Überschwemmun­gen, Landerosion, Anstieg des Meeresspiegels und Eindringen von Salzen sehen die von Landwirt­schaft und Fischerei abhängigen Bewohner sich konfrontiert mit dem Verlust von Anbauflächen, mit unsicherem Grundwasser und zunehmender Armut, Vertreibung sowie mit fehlendem Zugang zu Sozial­leistungen. Besonders Frauen leiden unter den Auswirkungen: Das Risiko sexueller Gewalt, einschließlich Menschen­handel und Kinderheirat, steigt. Not und wirtschaft­licher Druck führen häufig zu Ausbeutung und Missbrauch von Frauen und Mädchen. Die steigende Armut zwingt Menschen, Ressourcen zunehmend weniger nachhaltig zu nutzen. Die Umwandlung von Waldflächen zu landwirt­schaft­lichen Zwecken und die Zerstörung der Mangroven­wälder schädigen das bereits beeinträchtigte Ökosystem weiter. Die bisher vorhandene Katastrophen­vorsorge und das Katastrophenmanagement sind selten regional übergreifend, häufig mangelt es an Koordination. Die Region droht zunehmend unbewohnbarer zu werden.

Erosion durch Überschwemmungen

Neben dem hauptsächlichen Problem, der zunehmenden Abholzung, machen auch die Einleitung unbehandelter Abwässer und Erosion durch häufige Über­schwem­mun­gen und den Anstieg des Meeres­spiegels den Mangroven zu schaffen. Eigentlich ermöglicht ihr dichtes Wurzel­geflecht die Anlagerung von Sedimenten und bildet dadurch natürliche Dämme gegen Flutwellen, doch dafür braucht es Zeit.

Ziel des Projekts

In der gefährdeten Fluss- und Küstenregion werden die Voraus­setzungen geschaffen, den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels ganzheitlich zu begegnen. Es wird ein Netzwerk aufgebaut, bestehend aus Dorf­gemein­schaf­ten, Regierungs­abteilungen und Behörden. Durch die Einbeziehung von Behörden und durch die Steigerung ihrer Kapazitäten wird sich das Katastrophen­management dauerhaft verbessern. Die Menschen vor Ort werden befähigt, sich in Zusammenarbeit mit diesen Institutionen besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten und auf diese mit größerer Stabilität zu reagieren. Die Lebensgrundlage der Menschen wird angepasst durch die Modernisierung landwirtschaft­licher Praktiken, um den Lebenserwerb zu verbessern und die Ernährung zu sichern. Gemeinden und lokale Regierungen werden ermutigt, nachhaltigere Technologien zu verwenden und eine grüne Entwicklung zu verfolgen. Die wirtschaftliche Situation von Frauen und ihre Rechtsicherheit wird gestärkt.

Erosion durch Überschwemmungen

Neben dem hauptsächlichen Problem, der zunehmenden Abholzung, machen auch die Einleitung unbehandelter Abwässer und Erosion durch häufige Über­schwem­mun­gen und den Anstieg des Meeres­spiegels den Mangroven zu schaffen. Eigentlich ermöglicht ihr dichtes Wurzel­geflecht die Anlagerung von Sedimenten und bildet dadurch natürliche Dämme gegen Flutwellen, doch dafür braucht es Zeit.

Dorfbewohner füttert seine Ziegen

Katastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und Erdrutsche wird es in Zukunft immer häufiger geben. Den Menschen, die dem Klimawandel nicht entgegenwirken können, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Anpassung oder Flucht.

Hauptaktivitäten

  • Einbeziehung von Behörden auf lokaler, kommunaler und nationaler Ebene und Aufbau eines Expertennetzwerks in den Bereichen Klimawandel, Katastrophenmanagement, Landwirtschaft und Fischerei
  • Ausbildung von Nachwuchsberatern, um in den Dorfgemeinschaften über klimaverträgliche Landwirtschaft und Katastrophenschutz zu informieren und insbesondere mit Frauengruppen zu arbeiten
  • Schulung von Gemeindevertretern und Jugend- und Frauengruppen innerhalb der Dorfgemeinschaften zum Verständnis lokaler Katastrophen und ihrer ursächlichen Faktoren, zu Frühwarnung und Evakuierung sowie zu den verschiedenen Phasen der Katastrophenbewältigung
  • Regelmäßig wiederkehrende Kampagnen zu klimafreundlicher Landwirtschaft sowie Schulungen für Bauern zu landwirtschaftlichen Methoden
  • Schulung von Frauengruppen in Führungs- und Beratungsfähigkeiten, um Unterstützung zu bieten während und nach Katastrophenereignissen
  • Beratung und Ausbildung von Bäuerinnen mit speziellem landwirtschaftlichen Training sowie zu den Themen Frauenrechte und gesetzliche Bestimmungen
  • Trainings und Workshops für Behörden, um Kapazitäten zu schaffen für ökologische und klimafreundliche Entwicklungsmaßnahmen
  • Nationaler und länderübergreifender Erfahrungsaustausch von Experten am Ende des Projekts und darüber hinaus, um sich zu vernetzen und gewonnene Erkenntnise zu vertiefen und auszuweiten

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Erscheint etwa viermal im Jahr.

 

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