Aktuelles

08.06.2020

Newsletter Juni 2020

Liebe Freundin, lieber Freund von Karuna Deutschland,

das Leben in Deutschland normalisiert sich wieder und die Freude darüber ist groß. Trotz aller Einschränkungen konnten wir bei Karuna Deutschland der besonderen Zeit auch Positives abgewinnen. So beispielsweise die Erkenntnis, dass wir uns auch prima per Video-Chat mit dem Team hier, aber auch in Großbritannien, Indien und Nepal, austauschen können und dass dies gar nicht so umständlich ist. Wir hoffen, dass Du die Krise bisher gut überstanden hast und dass Du und Deine Lieben gesund und munter seid. Wir berichten heute wieder aus unseren Projekten und wie sich alle Beteiligten trotz aller Herausforderungen weiter engagieren.

Die Themen dieses Newsletters im Überblick:

  • Unser Jahresbericht 2019 ist da
  • Radio-Lernprogramm in Nepal
  • Zyklon Amphan
  • Wie geht es weiter in Indien und Nepal?

Unser Jahresbericht 2019 ist da

Karuna Deutschland e.V. blickt auf ein aufregendes und produktives Jahr 2019 zurück. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Indien und Nepal konnten wir viel bewegen und damit viele Menschen erreichen. Unser Jahresbericht gibt Dir einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten von Karuna Deutschland e.V. Er ist auf unserer Webseite auf Deutsch und Englisch verfügbar. Viel Freude beim Lesen!

Radio-Lernprogramm in Nepal

Auf der ganzen Welt mussten Schulen wegen Corona schließen – auch in Nepal. Anders als bei uns haben die Schulkinder in Nepal jedoch keinen Zugriff auf Computer und Internet. Kann Schulbildung unter solchen Bedingungen überhaupt weitergehen? Ja! Denn unsere Partner vor Ort reagierten schnell und entwickelten ein Fernlernprogramm als Radiosendung. Unser Projekt „Starke Mädchen“ ermöglicht hierdurch 5.000 Schulkindern aus benachteiligten Familien den Zugang zum Lernen auch mitten in der Coronakrise. Gerade für die Teenager-Mädchen ist die Gefahr groß, dass sie durch die lange Schulschließung hinterher gar nicht wieder zurückkommen, sondern dass sich alle daran gewöhnen, sie als Hilfe in Haus und Hof zu haben. Und sie werden dann auch bald verheiratet.
Neben dem Radio-Lernprogramm verteilt Green Tara Nepal Hygienematerial und schult zu Vorsorgemaßnahmen wie Abstandhalten usw. Wir finden es so inspirierend, wie unsere Partner diese anhaltende Krise mit Mut, Innovation und Entschlossenheit angehen! Das unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Sonderprojekt mit 33.000 €. Wir müssen ausnahmsweise nur zehn Prozent, also 3.300 € zusätzlich selbst aufbringen.

Zyklon Amphan

Der Zyklon Amphan ist im Mai über den indischen Bundesstaat Westbengalen gezogen und hat für viele Menschen neben den Auswirkungen der Pandemie eine weitere Krise ausgelöst. Der Zyklon war einer der stärksten der vergangenen 20 Jahre. Unsere Partnerorganisation Nishtha ist selbst betroffen und tut doch ihr Möglichstes, um den Menschen vor Ort zu helfen, vor allem mit Lebensmitteln. Im Projektgebiet gibt es nur nach und nach langsam wieder Wasser, Strom und Telefon. Fast alle Hütten sind beschädigt oder ganz zerstört.

In Indien steigen die COVID-19-Infektionszahlen immer noch und damit auch die Sorge, dass das Virus sich in den vom Zyklon betroffenen Gebieten jetzt noch schneller ausbreiten könnte. Viele Menschen stehen vor dem Nichts und erleben eine doppelte Katastrophe. Wenn Du Nishtha bei der Nothilfe unterstützen möchtest, spende bitte mit dem Stichwort ‚Zyklon Amphan‘.

Wie geht es weiter in Indien und Nepal?

Die Corona-Fallzahlen in Indien haben Anfang Juni 250.000 überschritten, und jeden Tag werden ungefähr 10.000 weitere Menschen infiziert. Trotzdem hat Indien begonnen, die Beschränkungen aufzuheben. Aber einige stark betroffene Gebiete werden bis Ende Juni im Lockdown bleiben, davon sind auch Projektdistrikte betroffen. Der chaotische Lockdown löste einen Massenexodus von Arbeitsmigranten innerhalb Indiens aus. Auch in Nepal steigen die Zahlen als Folge der Rückkehr von Arbeitern aus Indien und aus den Golf­staaten. Die nepalesische Regierung versucht, alle in Quarantäne zu bringen, ist aber heillos damit überfordert. Der deutsche Botschafter in Nepal, Roland Schäfer, spricht von einer humanitären Krise und einer drohenden Zeitbombe für die Dörfer. Gut, dass Green Tara Nepal die Schulen im Projektgebiet mit Hygienematerial und Gesundheitsaufklärung versorgt.
Die Tagelöhner, Menschen der unterdrückten Kasten und vor allem Frauen und Kinder sind immer noch am stärksten von der Krise betroffen. Ohne Tageslohn wissen viele Menschen nicht, wie sie ihre Familie ernähren sollen. Die sporadische Hilfe der Regierung kommt bei vielen nicht an.

Unsere Partnerorganisationen vor Ort leisten Nothilfe, in dem sie Lebensmittel und Hygieneartikel wie Seife und Schutzmasken in den Slums an Bedürftige ausgeben. Sie sind aber auch auf Unterstützung von außen angewiesen. Keiner hat erwartet, dass der Lockdown so lange dauern würde. Nun gehen die Ressourcen zur Neige und die Not hält an. Auch dank Deiner Hilfe konnten wir Bedürftige mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen. Wir sind für weitere Unterstützung sehr dankbar.

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Wir wünschen Dir eine schöne Zeit und eine sichere Rückkehr in die Normalität

Susanne und Pratibha

 

 

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