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Hilfe für junge Mütter und Säuglinge
Ein Projekt zur Bekämpfung von Säuglingssterblichkeit und zur Verbesserung der Gesundheit junger Menschen
Zwölf Jahre Bürgerkrieg haben Nepal tief gezeichnet. Durch das Friedensabkommen vom November 2006 wird endlich auch in jenen Gebieten wieder Hilfe möglich, die aus Sicherheitsgründen lange nicht zugänglich waren.
Nicht nur die große Armut und die hohe Zahl der Todesopfer (mehr als 13.000), sondern auch die Zerstörung vieler Gesundheitseinrichtungen und die Flucht von Ärzten und Gesundheitspersonal haben zu einer Mütter- und Säuglingssterblichkeit geführt, die zu den höchsten der Welt zählt. Auch sexuelle Übergriffe, HIV und andere sexuell übertragene Krankheiten nehmen zu. Für 100.000 Menschen stehen nur 5 Ärzte zur Verfügung (verglichen mit 340 in Deutschland). Die Säuglingssterblichkeit beträgt 8% (Deutschland: 0,4%) und die Müttersterblichkeitsrate 740 (Deutschland: 12).


Unser Projektpartner Green Tara Trust (GTT) wurde 1999 gegründet, um in dieser desolaten Situation Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Sein besonderes Anliegen ist gesundheitliche Aufklärung in enger Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort. In seinem neuen Projekt im ländlichen Raum will GTT den Aufbau von Strukturen innerhalb der Gemeinschaften vor Ort unterstützen, die für eine verbesserte Gesundheit von Müttern und Neugeborenen sorgen:
Mütter und Säuglinge:
- Kurse für Schwangere und Mütter zu Fragen der Gesundheit und Säuglingspflege; Insbesondere Vermittlung des Wissens darum, wann professionelle Hilfe nötig ist.
- Aufbau eines Mentorensystems, in dem das erworbene Wissen von erfahrenen Müttern weitergegeben wird;
- Sauberes Entbindungsmaterial für jede Schwangere;
- nachgeburtliche Vorsorge-Untersuchungen innerhalb von 48 Stunden
Junge Menschen:
- Aufklärungskampagnen zu Fragen sexueller Gesundheit
- Jugendgruppen, in denen über sexuelle Gesundheit informiert und gesprochen wird
- Erstellung von Medien zur Gesundheitsaufklärung (Radiosendungen, Broschüren)
Öffentlichkeitsarbeit:
- Fortbildung für Gesundheitspersonal und ehrenamtliche Helfer
- Einsatz eines/r Gesundheitsbeauftragten in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Krankenhaus
- Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen, Bürgerinitiativen, Lobbying
- Mitarbeit beim Erstellen eines neuen nationalen Gesundheits-Lehrplans

