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Dalits in Indien: Unberührbar und Unterdrückt

Die Journalistinnen Leila Knüppel und Nicole Scherschun haben in Nagpur das Befreiungsfest der Dalits miterlebt. Auf Vermittlung von Karuna Deutschland e.V. trafen sie in Indien Teilnehmer und Leiter unserer Projekte. Hier können Sie ihren Beitrag für den Deutschlandfunk lesen:

Durch den Buddhismus befreit

"Am 14. Oktober 1956 trat der indische Politiker Bhimrao Ambedkar gemeinsam mit einer halben Million Dalits vom Hinduismus zum Buddhismus über – aus Protest gegen die Benachteiligung der Unberührbaren. Bis heute hält diese Übertrittsbewegung an – ebenso wie die Unterdrückung der Dalits.

Die hinduistischen Kasten soll es in Indien nicht mehr geben, alle Menschen sollen gleichbehandelt werden - so steht es in der Verfassung. Doch im Alltag ist die Abneigung gegenüber den Dalits, den Angehörigen der untersten Kaste, immer noch spürbar.

Viele Menschen wollen nichts mit ihnen zu tun haben, denn sie gelten nach wie vor als unrein: die Dalits, Angehörige der untersten Hindu-Kaste. Auch wenn das Kastensystem offiziell längst abgeschafft wurde und für die einstigen Unberührbaren eine Jobquote gilt, sind die Vorurteile in der indischen Gesellschaft omnipräsent.

Doch einmal im Jahr feiern die einstigen Dalits sich selbst, ihren Kampf gegen die gesellschaftliche Diskriminierung und ihren Nationalhelden: Bhimrao Ambedkar. Er ist selbst ein Dalit und setzt sich gegen die Benachteiligung durch das Kastensystem ein. Heute gilt er als zweitberühmtester Inder nach Gandhi."

Hier ein weiterer Artikel zum Thema Kastendiskriminierung:

Warum "Unberührbare" zum Buddhismus konvertieren

Von Antje Stiebitz im Deutschlandfunk Kultur am 25.02.2018

Video: Aufstand der Dalits

28.01.2018 | 06:48 Min.

Obwohl die indische Verfassung das Kastenwesen vor fast 70 Jahren abgeschafft hat, stehen die Dalits noch heute auf der untersten sozialen Stufe der Gesellschaft. Nun fordern sie endlich Gleichberechtigung.

Zum Weltspiegel-Beitrag der ARD

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