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Geborgenheit für Nomadenkinder

Yashodhara Hostel

Seit 2013 unterstützen wir das Wohnheim für Kinder der Pardhi Nomaden. Hier können die Jungen und Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren in Geborgenheit leben und regelmäßig zur Schule gehen. Sie bekommen Unterstützung bei den Hausaufgaben und lernen Hygiene und alles weitere.

Bei einem Projektbesuch im Oktober 2017 war es schön, die Kinder wiederzusehen. Und es war gleichzeitig traurig, dass einige nicht mehr da sind, die im letzten Jahr hier gewohnt haben. Unser Projektpartner sagt, dass es nach wie vor schwer ist, die Eltern der Teenagermädchen davon zu überzeugen, die Mädchen im Wohnheim leben zu lassen. Viele Eltern betrachten die Mädchen immer noch als Besitz, den sie verheiraten (de fakto verkaufen) können, wenn sie in Geldnot sind. Für viele Nomaden ist dies oft die einzige Möglichkeit an Geld zu kommen, wenn der Ehemann oder Vater im Gefängnis sitzt und eine Kaution braucht, um wieder herauszukommen. Das bedeutet, dass viele Mädchen im zarten Alter von 13 oder 14 Jahren „verheiratet“ werden und in Wirklichkeit oft in die Prostitution verkauft werden. Manchmal werden sie wieder freigelassen, wenn sie ein Baby haben. Ausgestoßen von der Gemeinschaft bleibt ihnen dann nur Betteln und Hausen in improvisierten Lumpenzelten, immer in der unmittelbaren Gefahr von sexueller Ausbeutung und Gewalt.

Unser Projektpartner braucht viel Geduld und Ausdauer, um Ansichten und Verhaltensweisen zu verändern.

Der Bau des Wohnheims wurde vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) unterstützt.

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Erscheint etwa 4 mal im Jahr.

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