Reshmis Geschichte


Die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen schützen: Reshmis Geschichte

Reshmi ist 19 Jahre alt. Sie wurde im Alter von 9 Jahren verheiratet. Sie gehört zur Volksgruppe der Balami, einer Stammesgemeinschaft, die zu den sogenannten "Unberührbaren" zählt, und in der früh geheiratet wird. Vor kurzem hat sie ihr drittes Baby verloren. Aus Angst vor der Familie ihres Ehemannes wollte sie uns ihre Geschichte nur heimlich erzählen.

"Ich spürte, dass sich mein Baby nicht gut bewegte und ich sagte immer wieder, ich müsse ins Krankenhaus. Aber meine Schwiegermutter ließ mich nicht gehen; sie sagte, ich solle warten, bis die Wehen einsetzen, denn das Krankenhaus sei Geldverschwendung. Aber ich war schon einen Monat über dem Termin. Ich versuchte, mit meinen Eltern Kontakt aufzunehmen, doch die Familie meines Mannes ließ mich nicht aus dem Haus.

Schließlich erklärten sie sich doch bereit und brachten mich hin. Der Arzt dort sagte, ich müsse nach Kathmandu in ein größeres Krankenhaus, denn dem Baby ging es nicht gut. Meine Familie weigerte sich und sagte, sie habe das Geld hierfür nicht. Also musste ich wieder nach Hause und drei Tage später wurde mein Bauch ganz hart. Da begann ich zu schreien und schrie immer weiter, bis mich die Familie meines Mannes wieder ins Krankenhaus brachte. Die Hebamme dort sagte, es sei zu spät, mein Baby sei schon tot. Sie warf mir vor eine schlechte Mutter zu sein, denn wäre ich früher gekommen, hätten sie mein Kind vielleicht noch retten können.

Ich erzähle Ihnen das, weil ich möchte, dass Sie helfen, Schwangere und deren Familien zu informieren. Ich will, dass alle wissen, dass es ein Unding ist eine Schwangere so zu quälen."

 

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