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Eröffnung des Schulwohnheims für Nomadenkinder in Rashin

Im Jahr 2013 bekamen wir die Finanzierung vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ), um das Wohnheim für die Kinder der Pardhi-Nomaden in Maharashtra zu bauen. Gesamtkosten: 60.000 € Baukosten.

Die feierliche Eröffnung des Pardhi-Hostels mit vielen Gästen fand am 26. Januar 2014 statt. Von Karuna Deutschland konnte Pia Häring vor Ort teilnehmen und unsere Glückwünsche überbringen. Auch von Karuna Trust England waren drei Vertreter dabei. Der Karuna Trust finanziert den Hauptanteil der laufenden Kosten des Hostels, an denen sich Karuna Deutschland auch weiterhin beteiligt.

Die ersten 20 Kinder sind bereits eingezogen. In einem Behelfsgebäude haben bisher 10 Jungen gewohnt. Jetzt freuen sie sich über Etagenbetten mit Matratzen und echte Toiletten und Duschen. Für die Kinder ist es eine Umstellung, sie haben sonst immer auf dem Boden geschlafen und anstelle von Toiletten gab es nur das offene Feld. Sie haben jetzt hier richtig gute Bedingungen, um regelmäßig und erfolgreich zur Schule zu gehen und die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben zu legen.

Bei der Eröffnungsfeier gab es mehrere Ansprachen

So hat sich der Polizeimeister des Distriktes sehr positiv geäußert und auch der Lehrer der staatlichen Schule, zu der die Kinder gehen. Am beein­druckend­sten war aber anscheinend die Ansprache einer jungen Pardhi-Frau, Rajashree Kale (im Bild rechts). Sie hat es mit viel Glück und der Unter­stützung einer Hilfsorganisation geschafft, dem Leben in Elend und Unterdrückung zu entkommen. Sie konnte ihren Schulabschluss nachholen und arbeitet heute als Laborantin. Sie setzt sich auch als Aktivistin für ihren Stamm ein.

Jetzt wo das schöne neue Hostel fertig ist, können endlich auch Mädchen aufgenommen werden. Die Eröffnungsfeier hat viele Eltern auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Nun müssen sie überzeugt werden, dass sie ihre Töchter dort wohnen und zur Schule gehen lassen. Die Alternative ist die Verheiratung im frühen Teenageralter, was immer noch sehr häufig vorkommt und ebenfalls häufig in Prostitution endet.

So haben 10 Mädchen ein feierliches Versprechen abgelegt, dass sie ihre Schulausbildung nicht abbrechen werden und nicht heiraten, bevor sie volljährig sind, und nicht betteln gehen werden. Dieses Versprechen ist natürlich die Verpflichtung für unsere Partnerorganisation vor Ort, alles dafür zu tun, um die Mädchen dabei zu unterstützen, dieses große Versprechen einhalten zu können.

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Erscheint etwa 4 mal im Jahr.

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